Tsitsi Dangarembga wird Kuratorin des nächsten African Book Festival in Berlin. Das gaben wir im Rahmen eines Empfangs in der Buchhandlung InterKontinental am 25. September bekannt.

Dangarembga ist bekannt als Romanschriftstellerin, Filmemacherin, Dramaturgin und Aktivistin. 1988 wurde die damals gerade einmal 25-Jährige Simbabwerin mit ihrem Debütroman Nervous Conditions (Ayebia Clarke Publishing 2004 / dt. „Der Preis der Freiheit“, Reinbeck 1991) weltberühmt. Der Roman war das erste von einer Schwarzen Autorin in Simbabwe veröffentlichte Buch. 2002 wurde Nervous Conditions von einer Expert*innenjury im Rahmen einer Initiative des kenianischen Intellektuellen Ali Mazrui und der Internationalen Buchmesse Simbabwe zu einem der 100 besten afrikanischen Bücher des 20. Jahrhunderts gewählt. Seit Mai diesen Jahres ist es auch auf der Liste der „100 Geschichten, die die Welt prägten“ (100 Stories that shaped the world) der BBC vertreten. Nervous Conditions ist der erste Teil einer Trilogie gefolgt von The Book of Not (Ayebia Clarke Publishing 2006) und dem jüngst erschienenen This Mournable Body (Graywolf Press 2018), welche die Protagonistin Tambudzai jeweils durch verschiedene Stadien ihres Lebens begleiten.

Tsitsi Dangarembga lebt in Harare, wo sie ihre eigene Filmproduktionsfirma „Nyeria Films“ sowie das „Institute of Creative Arts for Progress in Africa“ und das „International Images Film Festival for Women“ leitet. Sie studierte Medizin und Psychologie an den Universitäten von Cambridge und Harare, ist jedoch auch in Berlin nicht fremd. Dangarembga absolvierte ein Studium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (1989-1996) und promovierte zum afrikanischen Film am Institut für Afrikawissenschaften der Humboldt-Universität Berlin.

Nun wird die vielseitige Künstlerin ihre Expertise in der afrikanischen Literatur- und Kulturlandschaft einsetzen, um die künstlerische Leitung des vom 4.-7. April 2019 stattfindenden African Book Festival Berlin zu übernehmen. Nachdem das Festival in diesem Jahr unter dem Titel „Writing in Migration“ lief und sich unter der künstlerischen Leitung der deutsch-nigerianischen Schriftstellerin Olumide Popoola vor allem nigerianischer Literatur widmete, trägt es im kommenden Jahr den Titel „Transitioning from Migration“ und legt den Fokus auf Simbabwe und das südliche Afrika.

Wir freuen uns ganz besonders auf die Zusammenarbeit mit Tsitsi Dangarembga und auf das nächste African Book Festival in Berlin.

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