2017 fand die 30-jährige Herrschaft Robert Mugabes ein Ende. Simbabwe erlebt seitdem den politischen Umbruch und befindet sich wie kaum ein anderes afrikanisches Land „in transition“. Wir nehmen diesen Wandel zum Anlass für eine Gespräch über das Schreiben im Angesicht von Kolonialismus, Kapitalismus und Umbrüchen in der Weltpolitik und freuen uns auf zwei Starautor*innen: Tsitsi Dangarembga und Ilija Trojanow.

Beide Schriftsteller*innen verbindet eine lange Bekanntschaft, übersetzte Ilija Trojanow doch den von der damals gerade einmal 25-jährigen Tsitsi Dangarembga verfassten Debütroman Nervous Conditions ins Deutsche („Der Preis der Freiheit“, Reinbeck 1991) .

Der Roman machte die Autorin schlagartig weltbekannt und war das erste von einer Schwarzen Autorin in Simbabwe veröffentlichte Buch.

2002 wurde Nervous Conditions von einer Expert*innenjury im Rahmen einer Initiative des kenianischen Intellektuellen Ali Mazrui und der Internationalen Buchmesse Simbabwe zu einem der 100 besten afrikanischen Bücher des 20. Jahrhunderts gewählt. Seit Mai diesen Jahres ist es auch auf der Liste der „100 Geschichten, die die Welt prägten“ der BBC vertreten.

Nervous Conditions ist der erste Teil einer Trilogie gefolgt von The Book of Not (Ayebia Clarke Publishing 2006) und dem jüngst erschienenen This Mournable Body (Graywolf Press 2018), welche die Protagonistin Tambudzai jeweils durch verschiedene Stadien ihres Lebens begleiten (eine Rezension finden Sie hier).

Veranstaltungstipp: Fr. 12. Oktober 2018, 10:00 Uhr

Writing in Transition – Afrikanische Literatur im Umbruch

Ludwig-Erhard-Anlage 1
60327 Frankfurt am Main
Deutschland

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